Im Online-Handel gilt die Modeindustrie als Taktgeber und steht für rund ein Viertel des gesamten Online-Umsatzes in Deutschland. Wie zukunftsorientiert die Voraussetzungen für erfolgreichen Omnichannel-Commerce geschaffen werden können, beweist die Kunert Fashion GmbH, eines der führenden Unternehmen in der Strumpfbranche.

Rund elf Milliarden Euro Umsatz hat die Branche „Fashion und Accessoires“ im Jahr 2016 erwirtschaftet mit einem Umsatzplus von 1,13 Milliarden Euro – so die aktuelle Studie vom HDE Handelsverband Deutschland. Offline hingegen, das heißt vor allem in stationären Geschäften, verlor die Branche gleichzeitig rund 510 Millionen Euro Umsatz.

Stellt sich die Frage, was die Branche derzeit für ihre Online-Zukunft unternimmt? Dazu lieferte eine Umfrage von w&co MediaServices teilweise überraschende Ergebnisse. Anhand persönlicher Gespräche auf der Fashion Week Berlin 2017 zeigt sich, dass viele Händler und Hersteller der Modeindustrie von den Top-Themen wie personalisierte Kundenansprache und echtem Omnichannel-Commerce noch deutlich entfernt sind. Markenentwicklung und Reduktion der Vertriebskosten gelten nach wie vor als oberste Priorität im E-Commerce. Die Gründe: Veraltete Systeminfrastrukturen im E-Commerce.

Und so gut wie alle – das heißt 79 von 82 Befragten – gaben an, dass fehlende beziehungsweise unzureichende Schnittstellen zu anderen Systemen den Datenaustausch behindern, was Doppel-Arbeit erfordert beziehungsweise das E-Commerce-System fehleranfällig macht.

Wie zukunftsorientiert die Voraussetzungen für erfolgreichen Omnichannel-Commerce geschaffen werden können, beweist die Kunert Fashion GmbH, eines der führenden Unternehmen in der Strumpfbranche. „Kunert Fashion ist neben dem B2B-Geschäft über Handelspartner auch mit eigenen Webshops der Marken Kunert und Hudson im Endkundenbereich tätig – was von vornherein komplexe Anforderungen an eine zielgruppenspezifische Marketingkommunikation stellt“, sagt Stephanie Killinger, Head of E-Commerce bei Kunert. „Erklärtes Ziel war daher, für die nachhaltige Entwicklung von Omnichannel-Commerce einen konsistenten, durchgängigen Prozess für den B2C- und B2B-Handel zu schaffen. Das bringt wirtschaftliche und taktische Vorteile, denn im Content- und Kampagnenmanagement können wir Synergieeffekte besser ausschöpfen und im Marketing vereinfacht und beschleunigt sich das Kampagnenmanagement über unterschiedliche Kanäle.“

Fachartikel lesen: Das Produktkulturmagazin, Ausgabe Q2 2018