Von der Büstenfotografie zum AI-Model: Wie Marken heute effizient Fashion-Content produzieren

Die Erstellung von Fashion-Content erlebt derzeit einen grundlegenden Umbruch. Immer mehr Marken setzen auf hybride Produktionsmodelle, bei denen traditionelle Fotografie mit den Möglichkeiten künstlicher Intelligenz verzahnt wird. Besonders viel Potenzial bietet ein Ansatz, bei dem Büstenaufnahmen als Ausgangspunkt dienen und daraus qualitativ hochwertige, KI-generierte Modeldarstellungen entstehen – auf Wunsch sogar inklusive Bewegtbild.

  1. Entwicklung virtueller Models mit AI

Zu Beginn steht die Konzeption digitaler Models einschließlich der gewünschten und zum Einsatz kommenden Posen, die exakt auf die jeweilige Markenidentität abgestimmt sind. Diese künstlich generierten Models orientieren sich an definierten Stilwelten und Zielgruppenprofilen. So entsteht ein einheitlicher, vielseitig einsetzbarer Model-Pool, der visuell konsistent ist und sich für unterschiedliche Produktsegmente nutzen lässt.

Zu beachten ist: Wird ein AI-Model als sogenannter „digitaler Zwilling“ entwickelt – also klar erkennbar an eine reale Person angelehnt ist, können unter Umständen zusätzliche Nutzungsrechte oder Buyouts für das ursprüngliche Model erforderlich sein. Zum Thema Nutzungsrechte finden Sie in diesem Newsletter auch weiter unten im Artikel „AI zwischen Machbarkeit und Produktion“ noch einige sehr Hinweise, die bei der Nutzung von AI-generiertem Content zu beachten sind.

  1. Büstenfotografie als visuelle Grundlage

Als Grundlage dienen weiterhin klassische Produktfotografien. Dazu zählen insbesondere Büstenbilder, Detailaufnahmen sowie – falls gewünscht – ergänzende Accessoires. Diese realen Shootings stellen sicher, dass Materialien, Schnitte, Passformen und feine Produktmerkmale authentisch und präzise erfasst werden – Aspekte, die rein AI-generierte Bilder oft nicht vollständig abbilden – man denke an die Wiedergabe von Haptik und Materialität!

  1. AI-gestützter Transfer auf virtuelle Models

Im nächsten Schritt werden die fotografierten Produkte mithilfe von AI auf die zuvor entwickelten virtuellen Models projiziert. Dadurch entstehen realitätsnahe Darstellungen in unterschiedlichen Posings, ohne dass aufwendige Shootings mit Models oder an externen Locations notwendig sind.

  1. Optional: Generierung von Bewegtbild

Der Prozess lässt sich zudem auf bewegte Formate ausweiten. Animierte Sequenzen oder kurze Videoclips schaffen zusätzliche emotionale Anknüpfungspunkte und erhöhen die Performance in Onlineshops sowie auf Social-Media-Plattformen.

Das Ergebnis: Ein skalierbares, markengerechtes Produktionssystem, das klassische Fotografie mit den kreativen Möglichkeiten moderner AI-Technologie verbindet. Unternehmen profitieren von größerer Flexibilität, schnellerer Umsetzung und konsistenter Bildsprache bei insgesamt effizienteren Abläufen.

Wichtig ist dabei eine differenzierte Kostenbetrachtung: Die Erstellung von AI-Content ist isoliert betrachtet nicht zwangsläufig günstiger als ein traditionelles Fotoshooting, da auch AI-Technologien mit erheblichen Investitionen verbunden sind. In der Gesamtschau ergeben sich dennoch deutliche Vorteile hinsichtlich Zeit, Planbarkeit und wirtschaftlicher Effizienz.