Mandantenfähigkeit
Mandantenfähigkeit bezeichnet die Fähigkeit eines Systems, mehrere voneinander unabhängige Bereiche oder Mandanten innerhalb einer gemeinsamen Softwareumgebung zu betreiben. In Web-to-Print- oder Web-to-Publish-Systemen ermöglicht dies die parallele Verwaltung verschiedener Kunden, Abteilungen oder Projekte. Die Trennung der Mandanten kann dabei entweder über ein fein granuliertes Rechtemanagement realisiert werden oder durch logisch vollständig getrennte Datenbankbereiche, wodurch die Isolation der Daten gewährleistet wird.
Anforderungen an Mandantenfähigkeit
Bei hohen Sicherheitsanforderungen, insbesondere wenn sensible oder vertrauliche Daten verarbeitet werden, sind Mandantentrennungen durch logisch getrennte Datenbanken oder sogar separate Serverinstanzen vorzuziehen. Dies minimiert die Risiken unerlaubter Zugriffe und Datenvermischungen zwischen Mandanten. Für weniger kritische Anwendungen kann ein rein rechtegesteuerter Betrieb ausreichend sein, um administrative und organisatorische Anforderungen abzudecken.
Zusätzlich gewinnen Aspekte wie Skalierbarkeit, Performance-Isolation und Compliance mit Datenschutzbestimmungen (z.B. DSGVO) zunehmend an Bedeutung. Moderne Systeme unterstützen daher flexible Mandantenkonzepte, die je nach Anforderung angepasst werden können.